Am Wochenende mal einen kurzen Ausflug in die „nur“ 50 Kilometer entfernte Rattenfängerstadt. Diesen Kurztrip haben sicherlich schon viele Hannoveraner gemacht um sich die malerischen Fachwerkhäuser anzusehen oder an der schönen Weser entlangzuschlendern.

Anders sehen das die Beschäftigten der Postbank in Hannover. „Hameln – Nein Danke!“ steht auf den Plakaten, die Beschäftigte der Postbank in die Höhe halten. Sie protestieren mit dieser Aktion gegen die geplante Verlagerung Ihrer Arbeitsplätze nach Hameln.

Was für den einen ein kleiner Ausflug, ist für den anderen ein unzumutbar Arbeitsweg. Mit der S-Bahn dauert der tägliche Weg nach Hameln locker mal eineinhalb Stunden. Einfache Entfernung! Mit dem Auto summiert sich die Strecke im Jahr schnell auf über 20.000 Kilometer. Das ist schon unter ökologischen Gesichtspunkten eine Zumutung.

Die Deutsche Bank will durch die Verlagerung Kosten sparen. Die Beschäftigten sind sauer und frustriert über dieses Vorhaben der Bank. Es kann nicht sein, dass Einsparungen immer nur auf Kosten der Beschäftigten erfolgen. Deshalb wird diese erste Protestaktion heute sicherlich nicht die letzte gewesen sein.

Was für den Konzern nur ein paar Kennzahlen sind, kommt bei den Betroffenen einer Kündigung gleich, wie eine Kollegin berichtet: