Heute Mittag haben 300 Beschäftigte der Postbank in Hannover für den Erhalt Ihrer Arbeitsplätze in Hannover und gegen die geplante Verlagerung des Standorts nach Hameln demonstriert.

Viele haben Ihre Familienangehörigen mitgebracht, denn wenn Mama oder Papa in Zukunft in Hameln arbeiten soll und dafür mehrere Stunden am Tag pendeln muss hat das auch Auswirkungen auf die ganze Familie. Die meisten der betroffenen Beschäftigten arbeiten für die Postbank Direkt GmbH einem Callcenter der Postbank. Viele von Ihnen sind Frauen in Teilzeitbeschäftigung.

Zum Ende der Veranstaltungen haben die Teilnehmer eine über 600 Meter lange Menschenkette als symbolisches Schutzschild um das Postbankgebäude an der Brüderstraße gebildet.

Für die Deutsche Bank ist die Aufgabe des Standorts in Hannover und die damit verbundene Verlagerung der Arbeitsplätze nach Hameln eine „strategische, immobilienwirtschaftliche Entscheidung“. So konnten es die Beschäftigten diese Woche im Intranet lesen.

Die Interessen der Beschäftigten werden bei dieser Entscheidung einfach nicht berücksichtigt. Denn nach dem Abriss des alten Postbankgebäudes ist eine Verlagerung der Arbeitsplätze nach Hameln nicht alternativlos.

Freie Büroflächen gibt es auch in Hannover genug. Sogar am Georgsplatz an dem die Deutsche Bank Ihren Standort in Hannover betreibt. Oder ist es da für Mitarbeiter im Callcenter zu teuer?

Es gibt einen gültigen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung, der solche unzumutbaren Versetzungen ausschließt. Aus unserer Sicht verstößt die Bank, mit der geplanten Verlagerung der Arbeitsplätze, gegen den geltenden Tarifvertrag.

Christian Thies zuständiger ver.di Gewerkschaftssekretär