Das Postbankgebäude an der Brüderstraße wird abgerissen. Wenn es nach der Deutschen Bank geht, sollen die Arbeitsplätze nach Hameln verlagert werden. Das sehen die Beschäftigten aber ganz anders.

Ein Arbeitsplatz in Hameln wäre für den Großteil der Beschäftigten mit einer täglichen Fahrzeit von zweieinhalb Stunden und mehr verbunden. Unzumutbar, finden die Beschäftigten, der Betriebsrat und ver.di. Insbesondere für die vielen in Teilzeit arbeitenden Frauen ist dieser zusätzliche Zeitaufwand unmöglich.

Die Deutsche Bank sieht sich als Klimabotschafter und versteht Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil ihres Handelns. Völlig entgegengesetzt zu dieser Philosophie zwingen die Verantwortlichen jetzt etliche Mitarbeiter dazu 20.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto zu fahren.

Martina Thomson – Betriebsratsmitglied

Es gibt auch in der Innenstadt von Hannover freie Büroflächen, die sich als neuer Standort für die Postbank eignen würden. Zum Beispiel am Georgsplatz an dem sich auch die Niederlassung der Deutschen Bank in Hannover befindet. Darauf wiesen die Beschäftigten mit einer Protestaktion am Samstag hin. Sie haben die Sache kurzerhand selbst in die Hand genommen und sind mit Umzugskartons von dem Gebäude der Postbank in der Brüderstraße zur Deutschen Bank am Georgsplatz gezogen.

An der Aktion haben sich 180 Beschäftigte mit Ihren Familien beteiligt. Das ist schon eine Menge, wenn man bedenkt, dass wir mitten in den Sommerferien sind sagt ver.di Sekretär Christian Thies.