Versicherungen und Banken streiken „Hand in Hand“

Die Sonne tauchte den Hannoveraner Georgsplatz vor der NORD/LB in ein schönes Licht und so war auch die Stimmung unter den 200 Streikenden Kundgebungsteilnehmer*innen entsprechend gut. Getrübt wurde diese aber durch die übergreifende Verweigerungshaltung der Arbeitgeberverbände. Denn sowohl bei den Öffentlichen-, den Privatenbanken als auch bei den Versicherungen liegen weiterhin keine akzeptablen Angebote vor.

Die Arbeitgeber zeigen bisher keine Bereitschaft durch angemessene Tariferhöhungen für einen Ausgleich der durch die Inflation deutliche gestiegenen Lebenshaltungskosten zu sorgen.

Mit unserer Streikkundgebung haben die Beschäftigten deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind die Arbeitgeber aus dieser Verantwortung zu lassen.

Christian Thies, Gewerkschaftssekretär
[Foto: Ina Niemerg]

Teilnehmer verschiedener Banken und Versicherungen haben ergänzend in engagierten Redebeiträgen und interessanten Interviews ihre Positionen klargemacht. Ein deutliches Signal ging an die ver.di Verhandlungskommission die heute die zweite Runde bei den Tarifverhandlungen für die Versicherungsbeschäftigten bestreitet:

Wir als Beschäftigte stehen hinter unseren Forderungen und stärken Euch den Rücken!

Über 200 weitere Streikende folgten dem Streikaufruf aus dem Homeoffice heraus und nahmen virtuel an der Kundgebung teil.

Die Resonanz war positiv:

„Vielen Dank! Super, dass wir auch online dabei sein durften!“

war eine der Rückmeldungen.

Bereits morgen geht es in Hannover weiter. Die Beschäftigten der öffentlichen Banken streiken erneut und treffen sich ab 9 Uhr im Hannoveraner Pelikanviertel vor der NBank.

Samba in Bremen

Bei strahlendem Sonnenschein sind 60 Streikendende der Sparkasse Bremen, Deutsche Bank, Commerzbank, Oldenburgischen Landesbank, Allianz Bremen und NORD/LB durch Bremens Innenstadt gezogen. Mit Unterstützung einer Samba-Trommel-Gruppe wurden Kolleg*innen in den Bankgebäuden ans Fenster gelockt und von den Streikenden lautstark zum Streik eingeladen.

Braunschweigische Landessparkasse stark eingeschränkt

Auch in der Region Braunschweig wurde gestreikt. Während eine kleine Delegation vor der NORD/LB, bzw. BLSK die Stellung hielt, sorgten die streikenden Beschäftigten aus dem Homeoffice heraus dafür, dass fast die Hälfte aller Filialen geschlossen blieben und auch die telefonische Erreichbarkeit nicht gewährleistet war. Auch hier wächst die Empörung über die Verzögerungsstrategie der Arbeitgeberseite.

Impressionen: